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Ihre Fragen zur Corona-Schutzimpfung

Als Freiwillige*r bei der Impfaktion leisten Sie eine großartige und wertvolle Arbeit und möchten sich darauf bestmöglich vorbereiten. Als Bürger*in haben Sie viele Fragen zur Impfung und zum Impfstoff. Hier beantworten wir Ihnen wichtige Fragen rund um die Corona-Schutzimpfung durch unsere mobilen Teams und unsere Impfzentren in Nordrhein.

Corona-Impfung in den Praxen

Der in der Coronavirus-Impfverordnung genannte Abstand zwischen Erst- und Folgeimpfung (BioNTech/Pfizer 6 Wochen, AstraZeneca 12 Wochen) sollte eingehalten werden, da dadurch sowohl eine sehr gute individuelle Schutzwirkung als auch ein größerer Effekt der Impfung auf Bevölkerungsebene zu erzielen ist. Bitte bedenken Sie dies schon bei der Terminvergabe für die Erstimpfung und planen Sie die Folgeimpfungen frühzeitig so ein, dass Sie ausreichend Kapazitäten haben.

Die Impfserie muss nicht von vorn begonnen werden, sondern wird mit einer späteren Zweitimpfung abgeschlossen.

Sollten Sie bereits Impfstoff für Zweitimpfungen benötigen, vermerken Sie die entsprechende Menge auf Muster 16 mit dem Hinweis „Zweitimpfung“. Damit soll erreicht werden, dass Sie für die Zweitimpfungen so viele Dosen des entsprechenden Impfstoffes erhalten wie Sie benötigen. (KBV-Info)

Prinzipiell sollte der vorgesehene Abstand eingehalten werden. Eine Zweitimpfung im Abstand von 3-6 Wochen für BioNTech, 4-6 Wochen für Moderna und 8 – 12 Wochen für AstraZeneca ist medizinisch unbedenklich und durch die Zulassungsstudien gedeckt und daher in Einzelfällen möglich.

In diesem Fall ist der Impfzyklus mit der einmaligen Impfung abgeschlossen. Sie rechnen diese mit der jeweiligen Symbolnummer für die Abschlussimpfung (Zweitimpfung) ab.

Aus Haftungsgründen empfehlen wir, sämtliche Impfdokumente aufzubewahren. Nach unserer Rechtsauf­fassung gelten bei den Impfungen gegen Covid-19 die gleichen Anforderungen hinsichtlich der Dokumen­tation wie bei allen anderen Impfungen auch. Das bedeutet, die Dokumente nach § 630f Abs. 2 BGB sind in die Patientenakte aufzunehmen. Für die Aufbewahrung gilt die Frist des § 630f Abs. 3 BGB (10 Jahre).

Die Aufbewahrung muss unter Wahrung des Datenschutzes erfolgen. Es muss sichergestellt sein, dass Unbefugte keinen Zugriff auf die Dokumente und Daten der Geimpften haben. Wenn dies bei dem Pro­zess des Einscannens und der elektronischen Ablage gewährleistet ist, ist auch eine digitale Archivie­rung zulässig

Ja, alle Vertragsärzte dürfen in ihren Praxen Corona-Schutzimpfungen durchführen. Sie sind dabei an die Vorgaben der CoronaImpfV gebunden. Wegen der noch eingeschränkten Impfstoffmengen sollen vorrangig Patienten mit Vorerkrankungen (§ 3 Abs. 1 Nr. 2 CoronaImpfV) geimpft werden. Auch Kontakt­personen von Schwangeren und pflegebedürftigen Personen, die über 70 Jahre alt sind, sowie pflege­bedürftige Personen mit Vorerkrankungen (§ 3 Abs. 1 Nr. 2 CoronaImpfV) können in der Praxis geimpft werden. Abgerechnet wird wie gewohnt über die Quartalsabrechnung. Das gilt sowohl für gesetzlich als auch für privat Versicherte.

Nein, es gibt keinen Anspruch auf einen Wunsch-Impfstoff. Patienten, die ein Impfangebot mit dem Impfstoff von Astrazeneca erhalten und die Impfung mit diesem Impfstoff ablehnen, müssen warten, bis ausreichend Impfstoffe anderer Hersteller in den Praxen verfügbar sind und sie ein erneutes Impfan­gebot bekommen.

Nein. Die Abrechnung erfolgt dabei analog der Abstrichleistungen bei asymptomatischen Personen nach der Testverordnung über das Einlesen der elektronischen Gesundheitskarte. Eine Wandlung in den Kostenträger BAS (Bundesamt für Soziale Sicherung: VKNR 38825) erfolgt über die KV Nordrhein. Bei Privatpatienten wird direkt der Kostenträger BAS erfasst. Für das Ausstellen des Attests erhalten Sie eine Vergütung von fünf Euro, abrechenbar über die Symbolnummer (SNR) 97160 – sofern ein postalischer Versand erfolgt zuzüglich 90 Cent (SNR 97161). Alternativ stehen Ihnen hierfür ab April 2021 die bundesweiten SNR 88320 (Attest) und 88321 (Porto) zur Verfügung. Ab dem 1. Juli 2021 sind ausschließlich die SNR 88320 / 88321 abrechnungsfähig.

Ab dem 7. April beginnt das Impfen in den Praxen nach bundesweit einheitlichen Regeln. Auch die Abrechnung über die neuen Gebührenziffern ist erst ab diesem Stichtag möglich.

Ursprünglich war vorgesehen, dass Hausärzte und Gynäkologen bereits ab dem 29. März vor allem unter 70-Jährige mit Vorerkrankungen und Kontaktpersonen von Schwangeren mit dem Impfstoff von AstraZeneca impfen können.

Das NRW-Gesundheitsministerium hat uns jedoch vor dem Hintergrund des Beschlusses der Bund-Länder-Konferenz mitgeteilt, dass der geplante Impfstart nicht ab dem 29. März erfolgen kann, da die dafür benötigte Menge an Impfstoffen nicht zur Verfügung steht.

Eine Registrierung ist nicht mehr notwendig, da die Distribution der Impfstoffe seit dem 6. April über den Pharma-Großhandel und die Apotheken abgewickelt wird, wie Sie dies auch von anderen Impfstoffen gewohnt sind.

Praxen die Corona-Impfungen durchführen, verpflichten sich zu den nachfolgenden Tätigkeiten:

  • Aufbewahrung des Impfstoffes sowie rechtzeitige Verimpfung gemäß Fachinformation
  • Leistung: Aufklärung, Impfung, Dokumentation
  • Abrechnung über neue GOPen
  • Erfüllung der Dokumentationspflicht: Ausfüllen Anamnese / Einwilligung / Eintragung in den Impfpass bzw. Impfbescheinigung;
  • Tägliche Kurzmeldung der durchgeführten Impfungen über das Mitgliederportal www.kvnoportal.de für Meldungen an das RKI

Die Praxen verpflichten sich zu folgenden Dokumentationsaufgaben:

  • Kopien der Anamnese-/Einwilligungsbögen und Aufklärungsbogen werden zur Patientenakte genommen.
  • Ausfüllen des Impfpasses oder der Ersatzbescheinigung.
  • Kurzmeldung am Ende des Impftages im Mitgliederportal. Sollten Sie bisher über keinen Portalzugang verfügen, bitten wir Sie, dies rechtzeitig  vor Durchführung der ersten Corona-Impfungen in Ihrer Praxis unter www.kvnoportal.de nachzuholen.
  • Wichtig: Die GOP für die Abrechnung enthält alle weiteren Informationen für das RKI-Impfmonitoring!

Die Impfverordnung sieht für Praxen die Meldung eines eingeschränkten Datensatzes zu den durchgeführten Impfungen vor. Täglich sind nur die Daten zu übermitteln, die das Robert Koch-Institut für die laufende Beobachtung des Impfgeschehens benötigt.

Diese Angaben sind täglich zu erfassen:

  • die Anzahl der Erstimpfungen aufgegliedert nach Impfstoff
  • die Anzahl der Abschlussimpfungen aufgegliedert nach Impfstoff
  • die Anzahl der über 60-Jährigen bei den Erst- und Abschlussimpfungen

Die Eingabe erfolgt über das Onlineformular im Mitgliederportal www.kvnoportal.de. Eine andere Art der Erfassung – etwa über das KBV-Portal – ist nicht möglich. Eine Abrechnung der Impfziffern kann nur erfolgen, wenn auch die tagesaktuelle Meldung vorgenommen wird.

Angaben zur Impfindikation sowie die Chargennummer werden später mit der Quartalsabrechnung erfasst und durch die KV an das RKI übermittelt. Es gibt keine weiteren Dokumentationsvorgaben. Ärztinnen und Ärzte dokumentieren die Impfungen wie gewohnt in der Patientenakte.

Die Bestellmenge ist zunächst auf 18 bis maximal 50 Impfstoffdosen pro Woche und Ärztin/Arzt begrenzt.

Hinweis: Sie müssen insbesondere zu Beginn damit rechnen, dass Ihre Praxis abhängig vom gesamten Bestellvolumen weniger Dosen erhält als Sie bestellt haben. Eine größere Lieferung als die von Ihnen bestellte Menge ist zunächst ausgeschlossen. Sollte sich hieran etwas ändern, werden wir Sie rechtzeitig informieren.

 

Praxen bestellen den Impfstoff – wie bei anderen Schutzimpfungen auch – ausschließlich bei der sie primär beliefernden Apotheke. Infos zur Bestellung finden Sie hier.

Die Bestellung des Impfstoffs muss immer bis spätestens Dienstag, 12 Uhr, für die darauffolgende Woche in der Apotheke erfolgen. Die Bestellung für den Impfstart ab 7. April 2021 benötigt die Apotheke daher bereits am Dienstag, den 30. März 2021. Hinweis: Bestellen Sie nur bei einer Apotheke.

Die Anlieferung der Impfstoffe erfolgt immer am Montagnachmittag.

 

Der Impfstoff ist nach dem ersten Öffnen der Durchstechflasche sofort zu verimpfen. In der Fachinformation ist klar geregelt, dass der Impfstoff aus mikrobiologischer Sicht nach dem ersten Öffnen umgehend verwendet werden sollte. Nach dem Anstechen ist der Anwender für Lagerungszeiten und -bedingungen verantwortlich. Zu den Lagerungsbedingungen wird auf die geltende Produktinformation verwiesen.

Sie erhalten mit dem digitalen Infopaket alle für die Abrechnung der Corona-Impfungen benötigten Informationen. Die wichtigsten Informationen können Sie bereits vorab in unserer Praxisinformation vom 22.03.2021 einsehen.

Wichtig: Die Abrechnung der neuen GOPen ist erst zum Stichtag 7. April möglich. Vertragsärztinnen und-ärzte, die schon vorher im Auftrag der Kommunen Impfungen an priorisierte Gruppen vornehmen, können dies nur als mobile Impfteams eines Impfzentrums tun.

 

Alle Vertragsärztinnen und Vertragsärzte

Für die COVID-19-Schutzimpfung wird voraussichtlich in den ersten beiden Wochen nach Impfbeginn, das heißt vom 7. bis 18. April 2021, ausschließlich der mRNA-Impfstoff Comirnaty von BioNTech / Pfizer zur Verfügung stehen. In den folgenden Wochen werden weitere Impfstoffe wie der Vektorimpfstoff COVID-19-Vaccine von AstraZeneca hinzukommen. Darüber hinaus ist voraussichtlich ab der letzten Aprilwoche mit deutlich mehr Impfstoffdosen für die Arztpraxen zu rechnen.

Die vorgesehene Nachbeobachtungszeit (mind. 15-30 Minuten) mit Anwesenheit einer Ärztin / eines Arztes (in Beobachtungs- und Rufweite) muss sowohl bei Impfungen in der Praxis als auch im Rahmen von Hausbesuchen eingehalten werden.

Die Priorisierung gemäß Impfverordnung muss eingehalten werden. Grundsätzlich gilt, dass zunächst die folgenden Gruppen geimpft werden sollen.

Derzeit stehen Ihre Patientinnen und Patienten mit chronischen Vorerkrankung im Fokus. Ärztinnen und Ärzte haben jedoch die Flexibilität, auf Basis der Impfverordnung nach ärztlicher Einschätzung vor Ort selbst zu entscheiden, wer wann geimpft wird, wenn dies für eine effiziente Organisation der Schutzimpfungen oder eine zeitnahe Verwendung vorhandener Impfstoffe notwendig ist.  

Die tägliche Kurzmeldung über die durchgeführten Impfungen erfolgt über eine Anwendung, die auf dem KVNO-Mitgliederportal für Sie zur Verfügung steht. Die RKI-Kurzmeldung muss am selben Tag wie die Impfung erfolgen. Eine Anleitung zur Benutzung des Meldesystems liegt dem digitalen Infopaket bei. Ein Zugang zum Mitgliederportal der KV Nordrhein ist für die Meldung zwingend erforderlich. Sollten Sie bisher keinen Portalzugang (http://www.kvnoportal.de) besitzen, müssen sie dies bis zur Durchführung der ersten Corona-Impfung nachholen.Die tägliche Kurzmeldung über die durchgeführten Impfungen erfolgt über eine Anwendung, die auf dem KVNO-Mitgliederportal für Sie zur Verfügung steht. Die RKI-Kurzmeldung muss am selben Tag wie die Impfung erfolgen. Eine Anleitung zur Benutzung des Meldesystems liegt dem digitalen Infopaket bei. Ein Zugang zum Mitgliederportal der KV Nordrhein ist für die Meldung zwingend erforderlich. Sollten Sie bisher keinen Portalzugang (http://www.kvnoportal.de) besitzen, müssen sie dies bis zur Durchführung der ersten Corona-Impfung nachholen.

Für den Impfstoff von BioNTech / Pfizer soll die zweite Impfung nach 6 Wochen erfolgen. Für den Impfstoff von AstraZeneca ist die Zweitimpfung nach 12 Wochen vorgesehen. Sie können mit den Patienten sofort einen zweiten Impftermin vereinbaren.

Art und Häufigkeit von Nebenwirkungen werden in der Produktinformation des jeweiligen Impfstoffes beschrieben. Darüber sind die Impflinge vorab aufzuklären. Die Verträglichkeit der Impfstoffe wird nach der Zulassung weiter überprüft. Dafür setzt das Paul Ehrlich-Institut (PEI) auf Meldungen von Herstellern, Ärzten und Patienten. Das PEI berichtet über weitere Beobachtungen von Nebenwirkungen und gibt Sicherheitsinformationen heraus: 

https://www.pei.de/DE/newsroom/veroffentlichungen-arzneimittel/sicherheitsinformationen-human/sicherheitsinformationen-human-node.html;jsessionid=751E049D62A442FD9C5CBEAD397CE7CB.intranet212

Bitte beachten Sie den Rote-Hand-Brief zur COVID-19 Vaccine AstraZeneca: Risiko von Thrombozytopenie und Gerinnungsstörungen.

Aktuelle Informationen zu den COVID19  Impfstoffen finden Sie hier:

https://www.pei.de/DE/arzneimittel/impfstoffe/covid-19/covid-19-node.html;jsessionid=A461C7920A0BE39A17DEAD1145BCBEAD.intranet221

 

 

Der Impfstoff ist nach Anbruch des Mehrdosenbehältnisses unverzüglich zu verimpfen. Aus mikrobiologischer Sicht sollte der Impfstoff nach dem ersten Öffnen umgehend verwendet werden. Wenn der Impfstoff nicht umgehend verwendet wird, ist der Anwender für die Lagerungszeiten und -bedingungen während des Gebrauchs verantwortlich.

Weiterhin muss die Impfpriorisierung berücksichtigt werden, d. h. Sie können Personen der höchsten oder der hohen Priorität nach § 2 und § 3 der Impfverordnung impfen. Wenn Verfall droht, kann von der Impfreihenfolge abgewichen werden.  

Um Ihre eigenen Patienten zu impfen, ist kein Attest erforderlich.

Für Patienten der Prioritätsgruppe 2, die einen Termin im Impfzentrum wahrnehmen wollen, reicht eine formlose Bescheinigung, dass eine Erkrankung im Sinne von Paragraf 3 Ziffer 2 beziehungsweise von Paragraf 4 Ziffer 2 der Coronavirus-Impfverordnung besteht. In den beiden Paragrafen sind die Erkrankungen aufgeführt, bei denen eine Impfung prioritär erfolgen sollte. Sie müssen auf dem Attest keine Details oder Diagnosen angeben.

 KBV-Schaubild Corona-Impfgruppen

 

 

Eine ärztliche Bescheinigung ist in diesem Fall nicht notwendig. Schwangere oder pflegebedürftige Personen sind gehalten, ihre maximal zwei Kontaktpersonen selbst zu benennen und zu bestätigen.

Weitere Fragen und Antworten rund um das Thema Corona und zur Corona-Schutzimpfung finden Sie auf coronavirus.nrw sowie auf coronaimpfung.nrw.

Die Beratung ist je Anspruchsberechtigten einmalig abrechnungsfähig.

Die Impfberatung ist im Krankheitsfall nicht neben der Impfung abrechnungsfähig.

Eine Impfberatung kann nicht im Zusammenhang mit der Impfung stehen. Wenn die Impfung in der Praxis stattfindet, ist eine Beratung Inhalt der Impfleistung und somit nicht abrechnungsfähig.

SARS-CoV-2-Tests nach der aktuellen Testverordnung des Bundes

Ja, der PCR-Test kann einmalig nach der Aufnahme wiederholt werden (§ 5 der Testverordnung).

Ja. Die Wiederaufnahme nach einer Krankenhausbehandlung ist ein Fall der Aufnahme nach der Testverordnung. Informationen zur Abrechnung finden Sie hier.

Als Kontaktperson I gilt unter anderem, wer in den letzten zehn Tagen mindestens 15 Minuten engen Kontakt mit einem Infizierten hatte – insbesondere in einer Gesprächssituation – oder mit ihm im selben Haushalt lebt bzw. sich in räumlicher Nähe zu einer infizierten Person (Feier, gemeinsames Singen, Sport in Innenräumen) aufgehalten hat. Auch wer eine Benachrichtigung „erhöhtes Risiko“ der Corona-Warn-App erhalten hat, gilt als Kontaktperson. Die verschiedenen Varianten von Kontaktpersonen listet der Paragraf 2 der TestV auf. Informationen des RKI finden Sie hier.

Es reicht, wenn die betroffene Person dem Arzt gegenüber schlüssig erklären kann, dass diese eine Kontaktperson ist. Stellt ein Arzt eine Infektion fest, kann er auch Kontaktpersonen wie Familienmitglieder direkt testen – ohne vorherige Absprache mit dem ÖGD. Generell sollte die Testnotwendigkeit in der Arztpraxis dokumentiert werden, damit auch künftig ein Nachweis darüber möglich ist.

Hinweis: Die Nachverfolgung von Kontaktpersonen ist Aufgabe des ÖGD – nicht der Arztpraxis.

Nein, nicht zwingend. Wenn eine Schule/Kita ein Ausbruchsgeschehen formal festgestellt hat, kann durch den Vertragsarzt getestet werden. Informationen zur Abrechnung finden Sie hier.

Sofern beim Hausbesuch nur die Abstrichentnahme durchgeführt wird, ist keine Abrechnung des Besuches möglich. Anders ist es, wenn hierbei auch kurative Leistungen erbracht werden.

Es handelt sich um eine asymptomatische Testung nach Testverordnung, die mittels PCR-Test über die SNR 97120 (Kontaktperson) abgerechnet wird. Weitere Informationen finden Sie hier.

Die Coronateststruktur-Verordnung des Landes sieht die Anschubfinanzierung nur für vom ÖGD beauf­tragte Dritte (z. B. Apotheken) vor. Arztpraxen werden nicht separat beauftragt, sondern können ohne Beauftragung Bürgertestungen nach Bundes-Testverordnung durchführen, sofern Kapazitäten in der Praxis vorhanden sind.

Jeder Leistungserbringer, der die Teilnahme an der Bürgertestung beim Kreis/der kreisfreien Stadt anmeldet, bekommt eine Teststellennummer zugeteilt – egal ob Arzt oder andere beauftragte Leis­tungserbringer wie Apotheken. Die Teststellennummer wird benötigt, um die täglichen Testzahlen an den Kreis/die Stadt zu übermitteln. Mindeststandards wie z. B. mindestens 20 Stunden/Woche und Bereitschaft zu Testungen am Wochenende – gelten allerdings nur für beauftragte Leistungserbringer (Apotheken, private Testzentren etc.), nicht für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte.

Die Dialyse-Einrichtung kann vor Aufnahme einer Dialysebehandlung einen präventiven PCR-Test beauftragen, hier ist für den Abstrich die 97120 abrechenbar.

Während des Behandlungszeitraums kann die Einrichtung den Patienten einmal wöchentlich erneut testen – mittels PoC-Antigentest (Schnelltest), sofern der ÖGD keine andere Testmethode angeordnet hat. In diesem Fall sind nur die Sachkosten und keine Abstrichleistungen abrechenbar.

Die Abrechnung der Sachkosten erfolgt auf den Namen des Patienten.

Ja, auch Sie als Arzt haben Anspruch auf einen Schnelltest (PoC-Antigentest), genauso wie Ihr Praxis- und Reinigungspersonal. Die Sachkosten können abgerechnet werden, der Abstrich nicht. Informationen zur Abrechnung finden Sie hier.

Nein. Die Beschäftigten in diesen Einrichtungen können einmal wöchentlich von einem Vertragsarzt mit einem Schnelltest (PoC-Antigentest) getestet werden, ohne dass der ÖGD ein Testkonzept feststellen muss.

Schnelltests können nicht über den Sprechstundenbedarf bezogen werden, sondern nur über den medizinischen Fachhandel oder die Apotheke bzw. den pharmazeutischen Großhandel. Es dürfen nur solche Schnelltests verwendet werden, die im Internet-Angebot des BfArM aufgeführt sind. Informationen zur Abrechnung finden Sie hier.

Ein Arzt kann die SNR 97124 nur dann ansetzen bzw. erhält die Vergütung von 70 Euro je Einrichtung nur dann, wenn er das Personal selbst geschult hat. Informationen zur Abrechnung finden Sie hier.

Zunächst muss der ÖGD informiert werden. Zudem muss sich die betroffene Person zusätzlich mit einem PCR-Test testen lassen. Der PCR-Test (Bestätigungstest) wird seit dem 08.03.2021 über das Muster OEGD mit einem handschriftlichen Vermerk (vorher Muster 10C) veranlasst.

Nein. Die Rechnungen müssen nicht eingereicht werden. Allerdings müssen die Rechnungen bis zum 31. Dezember 2024 aufbewahrt werden.

Infektionssprechstunde

Wie die Infektionssprechstunde organisiert wird, obliegt der Praxis.

Wenn ein anderer Raum im gleichen Haus genutzt wird oder in unmittelbarer Nähe zum Gebäude (z. B. im Garten, auf einem Parkplatz) ein Container aufgestellt wird, kann die Infektionssprechstunde standortrechtlich dort durchgeführt werden.

Wird die Infektionssprechstunde an einem weiteren Ort in räumlicher Nähe angeboten, ist der Standort als ausgelagerter Praxisraum anzeigepflichtig.

Das Konzept zur Infektionssprechstunde wird durch die Praxis festgelegt, es gibt hierzu keine Vorgaben.

Für symptomlose Patienten ist die 97150/97151 nicht abrechnungsfähig. Nur wenn der Verdacht oder die bereits bestätigte Diagnose vorliegt, können die Ziffern 97150/97151, 88240 zuzüglich Versichertenpauschale abgerechnet werden. Die SNR 97120 kann dann nicht abgerechnet werden.

Da die 88240 für die Corona-Warn-App nicht abgerechnet werden kann, ist auch die Ziffer 97150/97151 nicht abrechnungsfähig. Grundsätzlich soll die Corona-Warn-App nach Testverordnung über die SNR 97120 abgerechnet werden.

Quarantäneregelungen

 Quarantäneregelungen des MAGS NRW

Ja, bis zum Vorliegen des negativen Ergebnisses. Ist das Ergebnis positiv, müssen Sie automatisch in Quarantäne verbleiben.

Nein. Menschen mit einer per PCR-Test (nicht Schnelltest) nachgewiesenen Corona-Infektion müssen automatisch ab Mitteilung des Testergebnisses in Quarantäne. Die Quarantäne beginnt somit nicht erst mit Erhalt eines behördlichen Quarantänebescheids.

Diese Personen müssen automatisch für 14 Tage in Quarantäne, die mit Bekanntwerden des positiven Testergebnisses des Haushaltsmitglieds (Primärfall) beginnt. Die Quarantäne kann verkürzt werden. Dafür ist frühestens zehn Tage nach Testung (Abstrich) des Primärfalls ein Schnelltest (PoC) oder PCR-Test notwendig. Ist das Testergebnis negativ, kann die Quarantäne beendet werden. Abgerechnet werden können die Abstriche für diese Tests mit der SNR 97120. Treten während der Quarantänezeit Symptome auf, ist das Gesundheitsamt zu kontaktieren.

Infos für geimpfte Kontaktpersonen finden Sie hier.

Über die Quarantäne und Quarantänedauer von Kontaktpersonen, die keine Haushaltsangehörigen und nicht selbst infiziert sind, entscheidet die örtliche Gesundheitsbehörde. Auch entscheidet diese, ob und wann eine Testung zur Verkürzung der Quarantäne möglich ist. Sofern ein Abstrich in diesem Zusammenhang vorgenommen wird, kann dieser mit der SNR 97120 abgerechnet werden. Treten während der Quarantänezeit Symptome auf, ist das Gesundheitsamt zu kontaktieren.

Infos für geimpfte Kontaktpersonen finden Sie hier.

Personen, die mit einer positiv getesteten Person in einer häuslichen Gemeinschaft leben, dürfen die Quarantäne für die Durchführung eines Corona-Tests sowie die dazu erforderliche unmittelbare Hin- und Rückfahrt unterbrechen. Andere Kontaktpersonen benötigen für die Unterbrechung der Quarantäne zum Zwecke der Testung eine Zustimmung des Gesundheitsamtes.

Ja, wenn dieser zwingend notwendig ist. Es bedarf hierzu jedoch der vorherigen Zustimmung des Gesundheitsamts.

Videosprechstunde

Die Organisation von Videosprechstunden ist denkbar einfach: Der Arzt oder Psychotherapeuten wählt einen zertifizierten Videodienstanbieter aus, der für einen reibungslosen und sicheren technischen Ablauf der Videosprechstunde sorgt. Arzt und Patient benötigen im Wesentlichen einen Bildschirm mit Kamera, Mikrofon und Lautsprecher sowie eine Internetverbindung. Eine zusätzliche Software ist nicht erforderlich.

 Zertifizierte Videodienstanbieter (PDF, 90 KB)

 Mehr Infos

Ärzte und Psychotherapeuten können unbegrenzt Videosprechstunden anbieten, bei allen Indikationen und auch bei neuen Patienten. Fallzahl und Leistungsmenge sind nicht begrenzt.

Mehr Infos

Kinderärzte können Abstrichentnahmen bei symptomlosen Erwachsenen durchführen. Testungen bei symptomatischen Erwachsenen dürfen sie jedoch nicht durchführen.

Anspruch auf eine vertragsärztliche Untersuchung und ggf. einen Abstrich zur Feststellung einer COVID-19-Infektion haben Personen mit Symptomen, die auf eine mögliche COVID-19-Infektion hinweisen (kurativer Test gemäß RKI-Kriterien).

Die Abrechnung für diese Fälle erfolgt nach EBM:

  • Kurative Tests: mit Versicherten-, Grund-, Konsiliar- und/oder Notfallpauschale – GOP 02402; ohne Versicherten-, Grund-, Konsiliar- und/oder Notfallpauschale – GOP 02402 plus 02403; zusätzlich Kennziffer 88240 extrabudgetär (jeweils am Behandlungstag); ggf. weitere GOP bei Hausbesuch; Veranlassung Labor mit Muster 10C (GOP 32816 – Auftrag zur diagnostischen Abklärung) oder Muster 10 (GOP 32779 – Antigentest-Labortest (nicht Antigen-Schnelltest/POC))

 Corona-Tests in der Arztpraxis: Vergütungsübersicht (PDF, 580 KB)

Beide Muster erhalten Sie über unseren Formularversand.

 Zum Formularversand der KVNO

In welchen Fällen Sie auch Tests von Personen ohne Symptome über die KVNO abrechnen können, zeigt die  Vergütungsübersicht. Wünscht eine Person einen PCR-Test aus einem Grund, der nicht in der Übersicht dargestellt ist – zum Beispiel vor Reisen, dann muss die Person den Test grundsätzlich privat bezahlen.

 Corona-Tests in der Arztpraxis: Vergütungsübersicht (PDF, 580 KB)

Ja, Personen, die über die neue Corona-Warn-App die Benachrichtigung über ein „erhöhtes Risiko“ erhalten haben, haben nach aktueller Testverordnung Anspruch auf einen PCR-Test durch eine Vertragsärztin/einen Vertragsarzt. Abrechnung mit Symbolnummer 97120 (15 Euro). Weitere Informationen finden Sie in unserer Vergütungsübersicht.

 Corona-Tests in der Arztpraxis: Vergütungsübersicht (PDF, 580 KB)

Das Krankenhaus ist hier im Rahmen der vorstationären Behandlung zuständig.

Nein. Es muss ein ambulanter Schein angelegt werden, der wie bei einem GKV-Patienten über die Quartalsabrechnung an die KV übermittelt wird. Für die Person werden der jeweilige Kostenträger und auch die entsprechenden Symbolnummern manuell eingetragen. Es ist ausreichend den entsprechenden Kostenträger einmalig in der Kostenträgerstammdatei im PVS System anzulegen. Sollten Sie Probleme haben den Schein für privat versicherte Personen anzulegen, wenden Sie sich bitte an Ihr Softwarehaus.

 Corona-Tests in der Arztpraxis: Vergütungsübersicht (PDF, 580 KB)

Alle aufgrund des Verdachts auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 oder einer nachgewiesenen Infektion erforderlichen ärztlichen Leistungen werden seit dem 1. Februar in voller Höhe extrabudgetär honoriert. Darauf haben sich die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der GKS-Spitzenverband geeinigt. Sie sind mit der EBM-Ziffer 88240 abzurechnen.

Der Bewertungsausschuss hat außerdem mit Wirkung zum 28. Februar 2020 die Untersuchungsindikation der Gebührenordnungsposition (GOP) 32816 (labordiagnostische Untersuchung) aktualisiert. Demnach ist das bevorzugte Untersuchungsmaterial für den Nachweis einer möglichen Corona-Infektion ein Oropharynx- und/oder Nasopharynx-Abstrich, wie bei der Influenza-Diagnostik. Der Abstrich ist mit einem trockenen Stäbchen durchzuführen. Die GOP 32816 ist einmal am Behandlungstag berechnungsfähig.

Bei durch SARS-CoV-2 ausgelösten Covid-19-Erkrankungen und dem Verdachtsfall besteht eine Meldepflicht. Daher ist die Kennnummer 32006 zu berücksichtigen, denn bei der Ermittlung des arztgruppenspezifischen Fallwertes bleiben alle in diesem Zusammenhang erbrachten Leistungen unberücksichtigt.

Die Untersuchungsindikation für eine Testung auf SARS-CoV-2 stellt die Ärztin/der Arzt nach eigenem Ermessen unter Berücksichtigung der Kriterien des Robert Koch-Instituts (RKI).

Aufgrund der neuartigen Coronavirus-Krankheit hat sich die KBV dazu entschlossen, die ICD-10-Stammdatei rückwirkend zum 1. Januar 2020 anzupassen und auszuliefern. Die neue Schlüsselnummer lautet: U07.1! COVID-19 (Coronavirus-Krankheit-2019). Die aktualisierte deutsche Version der ICD-10, die Prüfmodule und den Prüfassistenten finden Sie unter den folgenden Links

 Stammdatei

 Prüfmodule

 Prüfassistent

In den zuständigen Gremien wurde eine Belegung der Schlüsselnummer U07.1! COVID-19 in der WHO-Version der ICD-10 umgesetzt. Damit ist die vorübergehend verwendete Bezeichnung der WHO „2019-nCoV acute respiratory disease“ aufgehoben.

Für die deutsche Version der ICD-10 (ICD-10-GM) wurde der WHO-Kode als Sekundärschlüsselnummer (Ausrufezeichenschlüsselnummer) mit der Bezeichnung U07.1! COVID-19 (Coronavirus-Krankheit-2019) angelegt.

 Hinweise und Beispiele zur Kodierung von COVID-19

Über eine eventuell notwendige Praxisschließung nach einem positiven Test auf das Coronavirus entscheidet das zuständige Gesundheitsamt. Darauf weist die KBV hin. Im Fall der angeordneten Schließung hat der Praxisinhaber einen Entschädigungsanspruch gegenüber dem Staat, der auch für die Lohnfortzahlung der Angestellten gilt. Wie dieser Anspruch geltend gemacht werden kann, regeln die zuständigen Behörden.


In Nordrhein ist das die:
LVR-Zentralverwaltung Köln-Deutz
Kennedy-Ufer 2 | 50679 Köln
Telefon: 0221 – 809-0
E-Mail: post@lvr.de

 Praxisinformation zur Entschädigung der KBV

Fälle, bei denen ein klinischer Verdacht vorliegt oder eine Infektion mit dem SARS-CoV-2 nachgewiesen wurde, sind mit der Ziffer 88240 zu kennzeichnen. Dies gilt auch, wenn der Patient durch die Terminservicestelle (Patientenservice 116117) vermittelt wurde. Die ärztlichen Leistungen werden seit 1. Februar in voller Höhe extrabudgetär bezahlt.

Empfehlungen zum Kodieren finden Sie unter:

 PraxisInfo: Coronavirus – Empfehlungen zum Kodieren (PDF, 421 KB)

Ihren Bedarf an Schutzmaterial können Sie jetzt über das KVNO Portal online anmelden. Dort befindet sich unter „Services“ die Rubrik „Corona-Schutzmaterial“ und ein Bestellformular. Sobald für Ihre Region ein Termin für die Ausgabe festgelegt ist, können Sie die Bestellung dort durchführen.

So gehen Sie vor: Nach dem regulären Log-in geht es über den Bereich „Services“ in die Rubrik „Corona-Schutzmaterial“ und von dort zum Bestellformular. Im Bestellformular muss zunächst der Leistungsort angegeben werden. Danach richtet sich, an welchem der vier Ausgabestationen das Material abgeholt werden kann. Anschließend ist im KVNO-Portal anzugeben, an welchem Tag und in welchem Zeitfenster die Bestellung abgeholt wird. Dies ist möglich, sobald ein Ausgabedatum für eine Ausgabestation festgelegt ist. Beachten Sie bitte die Anmeldefristen.

Die Bestellung muss nicht von Ihnen persönlich abgeholt werden. Sie können auch jemanden mit der Abholung beauftragen. Diese Person muss jedoch den QR-Code von Ihnen erhalten, um den Anspruch auf das Schutzmaterial für Ihre Praxis nachzuweisen.

 KVNO-Portal

Nach der Coronaschutzverordnung-CoronaSchVO (Fassung vom 30. Mai 2020) § 2 Absatz 3 Nr. 8 besteht grundsätzlich eine Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung. Hiervon ausgenommen werden können Personen, die aus medizinischen Gründen keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen können, zudem kann die Verpflichtung  durch andere wirksame Schutzmaßnahmen (z. B. Abtrennung des Arbeitsplatzes durch Glas, Plexiglas o. ä.) ersetzt werden. Hier können individuelle Lösungen unter Berücksichtigung der Abstandsregelung und der Hygienemaßnahmen in der Verantwortung des Psychotherapeuten/der Psychotherapeutin gefunden werden.

Vertragsärztinnen und -ärzte rechnen die Sachkosten für die PoC-Tests über ihre Quartalsabrechnung ab. Details zur Abrechnung finden Sie in unserer Vergütungsübersicht

 Vergütungsübersicht Tests auf SARS-CoV-2 in der Arztpraxis (PDF, 650 KB)

Für Nicht-KV-Mitglieder gibt es einen anderen Abrechnungsweg über das KVNO-Portal nach vorheriger Registrierung.

Bei medizinischer Notwendigkeit können im Rahmen eines anderen Arzt-Patienten-Kontaktes Folge-Arzneimittelverordnungen (Wiederholungsrezepte), Überweisungsscheine und/oder anderen ärztlichen Verordnungen ausgestellt und diese per Post an den Versicherten versendet und abgerechnet werden.

Konkret umfasst dies folgende Vordrucke:

  • Folge-Arzneimittelverordnungen (auch BtM-Rezepte)
  • Verordnungen einer Krankenbeförderung (Muster 4)
  • Überweisungen (Muster 6 und 10) und
  • Folgeverordnungen für die häusliche Krankenpflege (Muster 12) sowie für Heilmittel (Muster 13, 14, und 18)

Für den Versand kann in diesen Fällen die Gebührenordnungsposition 88122 angesetzt werden.

Alle Sonderregelungen finden Sie hier.

Praxisinfo: Rezepte ohne Einlesen der eGK (PDF, 170 KB)

Da es sich um bekannte Patienten handelt, gilt für das Einlesen der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) das übliche Verfahren: Findet in einem Quartal ausschließlich ein telefonischer Kontakt statt, übernehmen Ärzte die Versichertendaten aus der Patientenkartei. Die Vorlage der eGK ist in diesem Fall nicht erforderlich. Der Fall wird in der Abrechnung erfasst und zählt auch in der Prüfung nach Durchschnittswerten.

Dies gilt für folgende Verordnungen:

  • Folgeverordnungen für Arzneimittel (einschließlich BtM-Rezepte)
  • Verordnung einer Krankenbeförderung (Muster 4)
  • Überweisungen (Muster 6 und 10)
  • Folgeverordnungen für häusliche Krankenpflege (Muster 12)
  • Folgeverordnungen für Heilmittel (Muster 13 Physiotherapie und Podologie, Muster 14 Stimm-, Sprech- und Sprachtherapie, Muster 18 Ergotherapie und Ernährungstherapie).

Hinweise zur Verordnung von Arzneimitteln

Ärzte sollten im Hinblick auf die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie bei der Verordnung von Arzneimitteln folgende Punkte besonders berücksichtigen:

  • Keine Mehrfachverordnungen: Insbesondere bei chronisch kranken Patienten wie im bisher gewohnten Umfang verordnen (z.B. mit einer N3-Packung).
  • Keine zusätzlichen Privatrezepte: Soweit aus ärztlicher Sicht nicht erforderlich, sollte hierauf verzichtet werden. Die Arzneimittel stehen dann den Patienten zur Verfügung, die diese dringend benötigen.
  • Aut-idem ermöglichen: Stellen Sie wenn möglich eine Wirkstoffverordnung aus und wenden Sie das Austauschverbot (Aut-idem-Kreuz) nur in medizinisch begründeten Einzelfällen an.

Ziel ist es, Versorgungsengpässen bei Arzneimitteln vorzubeugen und im Fall von temporären Engpässen die Verfügbarkeit von davon betroffenen Arzneimitteln zu verlängern.

AU-Bescheinigung

Ja. Patienten, die an leichten Atemwegserkrankungen leiden, können telefonisch bis zu sieben Kalendertage krankgeschrieben werden (Muster 1). Die niedergelassenen Ärzte müssen sich dabei persönlich vom Zustand der Patientin oder des Patienten durch eine eingehende telefonische Befragung überzeugen. Eine einmalige Verlängerung der Krankschreibung kann telefonisch für weitere sieben Kalendertage ausgestellt werden.

Auch die Ausstellung einer „Ärztlichen Bescheinigung für den Bezug von Krankengeld bei der Erkrankung eines Kindes“ (Muster 21) ist wieder telefonisch möglich. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung hat dazu eine entsprechende Vereinbarung mit dem GKV-Spitzenverband getroffen.

Die Versicherten- beziehungsweise Grundpauschale kann abgerechnet werden, wenn der Patient in dem Quartal mindestens einmal in der Praxis war oder einen Arzt-Kontakt per Videosprechstunde hatte. Bleibt es in dem Quartal bei einem telefonischen Kontakt, ist die Bereitschaftspauschale (GOP 01435) berechnungsfähig.

Die Kosten für den postalischen Versand der AU-Bescheinigung werden von den Krankenkassen mit 90 Cent übernommen. Ärzte rechnen dazu die Pseudo-GOP 88122 für das Porto ab.

Nur wenn der Patient krankheitsbedingt arbeitsunfähig ist. Erwerbstätige, die wegen einer angeordneten Quarantäne einen Verdienstausfall erleiden, haben in der Regel einen Anspruch auf finanzielle Entschädigung. Das zuständige Gesundheitsamt informiert die Betroffenen über die bestehenden Möglichkeiten.

Nein, denn der Versicherte muss bei seinem Arbeitgeber den Papierausdruck einreichen. 

Nein, ein Patient, der mittelbaren Kontakt – also Kontakt über eine weitere Person – zu einem Verdachtsfall hatte und selbst keine Symptome aufweist, erfüllt die Voraussetzungen der Arbeitsunfähigkeit nicht. Wenn der Arbeitgeber in diesen Fällen kein Homeoffice ermöglicht, den Patienten aber dennoch nach Hause schickt, befindet sich der Arbeitgeber im sogenannten Annahmeverzug und muss weiterhin das Gehalt zahlen. 

Dies gilt im Übrigen auch für Patienten, die unmittelbaren Kontakt zu einem Verdachtsfall hatten und selbst keine Krankheitssymptome aufweisen. 

Für die postalische Versendung der AU (Muster 1) an den Patienten bei Patientenkontakt im Rahmen einer Videosprechstunde rechnen Sie die 40128 ab. Als Kostenpauschale für die Bescheinigung Muster 21 an den Patienten bzw. die Bezugsperson bei Patientenkontakt im Rahmen einer Videosprechstunde, rechnen sie die 40129 ab.

Diese Kostenpauschalen sind nur so lange berechnungsfähig, bis ein verbindliches elektronisches Muster 1 bzw. Muster 21 zur Verfügung steht und diese auf dem elektronischen Weg an den Patienten versendet werden können.

Nein, bitte verwenden Sie das Muster 21 vorerst weiterhin nur dann, wenn eine entsprechende Diagnose beim Kind vorliegt – und das Kind auch tatsächlich krank ist.
Die in der Ministerpräsidentenrunde mit der Bundeskanzlerin am 5. Januar beschlossene Erweiterung der Kinderkrankentage und die Ausweitung der Regelung auch auf gesunde Kinder, die wegen der Kita- und Schulschließungen zuhause betreut werden müssen, ist bisher lediglich eine politische Absichtserklärung. Es gibt dafür noch keine Rechtsgrundlage. Sobald es eine gesetzliche Regelung dazu gibt, informieren wir Sie. Weisen Sie Ihre Patienten bitte darauf hin, dass sie sich für weitere Informationen auch an ihre Krankenkasse wenden können.

Allgemeine Fragen

Das RKI hat Empfehlungen für die Hygienemaßnahmen und Infektionskontrolle bei Patienten mit Pneumonien, verursacht durch das neuartige Coronavirus, erstellt. Aus der Coronaschutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen geht hervor, dass eine Ausnahme von der Maskenpflicht besteht, wenn das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung aus medizinischen Gründen unzumutbar ist. Da die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes aus einer Rechtsverordnung des Landes resultiert, kann der Arzt keine Befreiung von dieser Pflicht aussprechen.

Allerdings ist es möglich, dass der Arzt dem Patienten attestiert, dass ihm aus medizinischen Gründen das Tragen einer Maske im Sinne der Coronaschutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen unzumutbar ist. Ob für ein solches Attest eine Angabe der genauen Erkrankung notwendig ist, wurde bisher von der Landesregierung nicht konkretisiert. Allerdings spricht nichts dagegen, wenn der Patient dies ausdrücklich verlangt. Dieser Wunsch des Patienten sollte zumindest dezidiert in die Dokumentation des Arztes einfließen.

Eine weitere Ausbreitung des neuartigen Coronavirus soll so weit wie möglich verhindert oder zumindest verlangsamt werden. Hierfür ist es notwendig, die Personen, die Kontakt zu Menschen hatten, bei denen das neuartige Coronavirus im Labor nachgewiesen wurde, möglichst lückenlos zu identifizieren und ihren Gesundheitszustand für die maximale Dauer der Zeit, die zwischen einer Ansteckung und dem Auftreten von Krankheitszeichen (14 Tage) liegt, in häuslicher Quarantäne zu beobachten. In dieser Zeit ist das Gesundheitsamt mit den Betroffenen täglich in Kontakt, um den Gesundheitszustand zu beobachten und rasch zu handeln, falls Krankheitszeichen auftreten sollten. Gleichzeitig werden die Kontakte der Betroffenen auf ein Minimum reduziert, damit das Virus im Zweifelsfall nicht weiterverbreitet werden kann.

Das RKI hat Kriterien zur Entlassung aus dem Krankenhaus bzw. aus der häuslichen Isolierung auf seiner Webseite veröffentlicht.

Mehr Infos

Wie bei Influenza und anderen Atemwegserkrankungen schützen das Einhalten der Husten- und Nies-Etikette (husten und niesen in die Armbeuge), eine gute Händehygiene sowie Abstand zu Erkrankten (etwa 1 bis 2 Meter) auch vor einer Übertragung des neuartigen Coronavirus.

BZgA: allgemeine Hygienetipps zum Schutz vor Infektionskrankheiten

Das bevorzugte Untersuchungsmaterial für den Nachweis einer möglichen Infektion mit dem SARS-CoV-2 ist ein Oropharynx- und/oder Nasopharynx-Abstrich, wie bei der Influenza-Diagnostik.

Video: Durchführung des Nasopharynx- und Oropharynx-Abstrichs

Fragen und Antworten rund um die Impfzentren

Ab 8. Februar wird in den 53 Impfzentren in NRW geimpft – zunächst aber nur Bürgerinnen und Bürger ab 80 Jahren.

Ab 25. Januar können Bürgerinnen und Bürger in Nordrhein Impftermine telefonisch über die kostenlose Hotline 0800 116 117 01 und online über termin.corona-impfung.nrw vereinbaren. Zunächst ist das aber nur für Frauen und Männer ab 80 Jahre möglich. Diese Personengruppe wurde von ihrer Kommune angeschrieben. Danach können sie telefonisch oder online ihre beiden Impftermine vereinbaren. An die Arztrufzentrale wird ein separates Call Center angedockt, in dem gut 1000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für ganz NRW das Terminmanagement vornehmen. Nach der telefonischen Terminvereinbarung bekommen die Impfberechtigten eine Terminbestätigung per Post, inklusive weiterer Unterlagen (Aufklärungsmerkblatt, Anamnesebogen/Einwilligungserklärung), die zum Impftermin mitzubringen sind.

Wegen des zu erwartenden hohen Anruferaufkommens wird empfohlen, die Termine online zu vereinbaren. Für die Online-Terminvergabe muss man sich zunächst unter termin.corona-impfung.nrw registrieren. Anschließend gibt es die Möglichkeit, Termine für die Erst- und Zweitimpfung in einem Impfzentrum auszuwählen. Die Terminauswahl wird per E-Mail bestätigt. In dieser Bestätigungsmail findet sich ein Link zum Impfportal, auf dem sich die Impfwilligen dann ihre persönlichen Impf-Unterlagen herunterladen und ausdrucken können. Diese Unterlagen sind zum Termin unterzeichnet mitzubringen. Mit der Registrierung ist es auch möglich, bereits vereinbarte Termine wieder zu stornieren.

Die Inanspruchnahme einer Impfung ist nur mit vorheriger Terminvereinbarung möglich. Ausführliche Informationen zur Terminanmeldung gibt es unter coronaimpfung.nrw/patienten.

Wichtig: Alle, die laut Corona-Impfverordnung nicht zur Gruppe der über 80- Jährigen gehören, sollten nicht anrufen, ehe auch für sie die Terminvergabe startet. Zudem sollten die telefonischen Anmeldemöglichkeiten für eine CoronaImpfung vor allem zur Terminvermittlung und nicht für allgemeine Fragen zur Corona-Impfung in Anspruch genommen werden, um die Leitungen nicht zusätzlich zu belasten. Die telefonische Terminvergabe ist zwischen 8 und 22 Uhr möglich.

Um den Schutz vor einer Coronainfektion zu komplettieren, sind zwei Impfungen im Abstand von 21 Tagen (Impfstoff von Biontech/Pfizer) bzw. 28 Tagen (Impfstoff Moderna) notwendig. Impfberechtigte erhalten beide Termine sofort bei ihrem ersten Anruf der Nummer 0800 116 117 01 bzw. können beide Termine unter termin.corona-impfung.nrw buchen. Telefonisch vereinbarte Termine werden postalisch, Online-Termine per E-Mail bestätigt.

Einen Überblick über die Impfzentren in Nordrhein erhalten Sie auf coronaimpfung.nrw/impfzentren.
Informationen zu den örtlichen Gegebenheiten (etwa zur Parksituation) entnehmen Sie bitte den allgemeinen Informationen zum Standort des Impfzentrums (z. B. über Google Maps).

Im Vollastbetrieb sollen die Impfzentren von Montag bis Sonntag zwischen 8 und 20 Uhr geöffnet sein. Zu Anfang sind die Zentren wegen der begrenzt zur Verfügung stehenden Impfstoffmengen an fünf bis sieben Tagen von 14.00 bis 20.00 Uhr geöffnet. Zugang zu den Impfzentren erhalten nur Personen mit festem Termin. Ohne Voranmeldung und bestätigtem Impftermin ist keine Impfung möglich.

Nein. Das ist wegen der an der Einwohnerzahl orientierten Zuweisung von Impfstoffmengen pro Impfzentrum nicht möglich.

Über die Rufnummer 0800 116 117 01, über die man den Termin zuvor vereinbart hat oder online unter termin.corona-impfung.nrw mit den persönlichen Zugangsdaten, wenn der Impftermin online gebucht worden ist.

Die personenbezogenen Daten zur Impfung werden beim Besuch des Impfzentrums erfasst und gespeichert. Dass die Impfung stattgefunden hat, wird auch pseudonymisiert vom Impfzentrum an das Robert Koch-Institut gemeldet. Geimpfte Personen erhalten außerdem eine Impfbescheinigung ausgehändigt.

Es kann maximal eine Begleitperson zum Impftermin mitgebracht werden.

Die Vorgabe des Landes sieht vor, dass pro 70.000 Einwohner eine Impfstraße zu betreiben ist. Es wird davon ausgegangen, dass unter Volllastbetrieb je Impfstraße etwa 20 Impfungen pro Stunde durchgeführt werden. Im 12-Stunden-Betrieb wären das etwa 240 Impfungen pro Tag und Impfstraße. Zu Anfang werden wegen der nur eingeschränkt verfügbaren Impfstoffmengen weniger Personen pro Impfstraße geimpft werden bzw. vorübergehend weniger Impfstraßen geöffnet, als bereitstehen.

Zutritt zum Impfzentrum haben nur Impfwillige mit zuvor telefonisch oder online vereinbartem und postalisch bzw. per E-Mail bestätigtem Termin. Die Termineinladung wird beim Einlass kontrolliert. Bei der Einlasskontrolle erfolgt auch eine Fiebermessung. Danach haben die Impfwilligen in einem Wartebereich die Möglichkeit, einen Informationsfilm zu sehen und werden dann einer Impfkabine zugewiesen. Dort erfolgt zunächst die Registrierung des Impfwilligen und die 3 Prüfung der mitgebrachten und ausgefüllten Dokumente (Aufklärungsmerkblatt, Anamnesebogen/Einwilligungserklärung). Im Anschluss erfolgt ggf. ein ärztliches Impfgespräch und die Impfung selbst. Zur Beobachtung nach der Impfung werden die Impfwilligen gebeten, sich etwa 30 Minuten in einem Wartebereich aufzuhalten.

Da in der ersten Phase sehr limitierte Impfstoffmengen zur Verfügung stehen, sollen nach Empfehlung der Ständigen Impfkommission vor allem Menschen über 80 Jahre, Bewohnerinnen und Bewohner von Senioren-/Pflegeheimen und besonderes Gesundheitspersonal geimpft werden. Damit entfällt für die erste Phase die Notwendigkeit, dass Hausärztinnen und Hausärzte eine Impfberechtigung ausstellen, da es entweder nur eines Altersnachweises oder Arbeitgebernachweises bedarf. Erst in einer späteren Impfphase ist für Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen der Nachweis über ein ärztliches Zeugnis zu führen.

Es gibt eine organisatorische Leitung, die durch die Kreise und kreisfreien Städte zu bestimmen ist. Impfzentren bedürfen zudem eines ärztlichen Leiters, der durch die KV Nordrhein bestellt wird und die medizinisch-fachliche Leitung der Impfstelle im Impfzentrum übernimmt.

  • Einweisung des ärztlichen und nicht-ärztlichen Personals, das durch die KV Nordrhein gestellt wird
  • Steuerung, Überwachung und ggfs. Korrektur der Betriebsabläufe in medizinisch- fachlicher Hinsicht zur Einhaltung der medizinischen Behandlungs- und Dokumentationsstandards, Hygiene- und weitere die Impfung betreffende Vorschriften
  •  Anteilig ggfs. möglich: Durchführung von Impfgesprächen, Feststellung der Impftauglichkeit, Durchführung der Impfungen

Als organisatorischer Ansprechpartner der KV Nordrhein ist zudem eine Einsatzleitung vom Dienst (EvD) für jedes Impfzentrum tätig. Sie ist

  • Ansprechpartner der KV Nordrhein für Kommune, Hilfsorganisationen, Kooperationspartner und Mitarbeitende vor Ort
  • überprüft die Materialbestände und den Personalbedarf
  • unterstützt ggf. bei Impfungen
  • nimmt ggf. Impfstofflieferungen entgegen

Zunächst wird insb. auf Honorarkräfte bzw. freiwillige Helfer zurückgegriffen, die sich auf den Portalen von KV und Ärztekammer sowie vom NRWGesundheitsministerium registriert haben. Auch Niedergelassene können sich neben ihrer Praxistätigkeit im Impfzentrum engagieren, diese Entscheidung trifft der jeweilige Arzt individuell mit Blick auf eigene Kapazitäten.

Die KV Nordrhein hat eine Internetseite (coronaimpfung.nrw) eingerichtet, über die sich Ärztinnen und Ärzte, aber auch Medizinische und Pharmazeutische Fachangestellte für eine freiwillige Unterstützung bei der Corona-Schutzimpfung 4 registrieren können. Über die Freiwilligenregister von KV Nordrhein und Ärztekammer Nordrhein haben sich rund 6.500 Ärztinnen und Ärzte, rund 1.270 Medizinische Fachangestellte sowie rund 70 Pharmazeutisch Technische Assistentinnen für die unterstützende Impftätigkeit eingetragen.

Die Tätigkeit umfasst u. a. die Impfanamnese sowie die Aufklärung der zu impfenden Personen, die Durchführung der Impfung selbst bzw. die ärztliche Überwachung des damit betrauten Hilfspersonals sowie die Mitwirkung an der Erstellung der erforderlichen Impfdokumentation. In den mobilen Teams zählt auch die Rekonstitution (Aufbereitung) des Impfstoffs zu den Aufgaben des Impfarztes bzw. des begleitenden Fachpersonals.

Für den Februar werden die Impftermine von 14 bis 20 Uhr vergeben. Seien Sie bitte eine halbe Stunde vor Impfstart – für organisatorische Absprachen zu den Abläufen - in Ihrem Impfzentrum; bitte planen Sie auch noch eine halbe Stunde nach Termin-Ende ein. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir aus organisatorischen Gründen keine verkürzten Schichten anbieten können.

Bitte bringen Sie einen Lichtbildausweis (z.B. Personalausweis oder Führerschein) mit.
 

Schutzmaterial wird komplett gestellt, Sie brauchen hierzu nichts mitzubringen.
 

Die Anzahl des in den Impfzentren jeweils benötigten Personals wird wesentlich von dessen Größe bzw. der örtlichen Anzahl der Impfwilligen abhängen. Auch die Frage, welcher Impfstoff letztlich wann in welcher Menge verfügbar sein wird, ist von Bedeutung. Je nach Größe des Zentrums kalkuliert die KV zunächst mit einer Gesamt-Personalstärke (Ärzte, medizinische Fachangestellte, administrative Kräfte) zwischen ca. zehn und 40 Personen.

Medizinisches Fachpersonal wird über die KV Nordrhein geplant. Es ist nicht nötig und auch nicht möglich, dass Sie eigenes Personal mitbringen.
 

Mit Blick auf die zu Beginn begrenzte Zahl an produzierten Impfdosen hat die Ständige Impfkommission des Robert-Koch-Instituts Vorschläge für eine Priorisierung veröffentlicht, die in die nationale Impfverordnung des Bundesgesundheitsministeriums Eingang gefunden hat. Danach sollen in der ersten Impfphase vor allem über 80-jährige Personen sowie Bewohner und Beschäftigte in Pflege- und Seniorenheimen geimpft werden. Nachfolgend sollen dann u. a. Menschen zwischen 75 und 80 Jahren, Personen mit bestimmten Vorerkrankungen sowie Angehörige bestimmter Gesundheitsberufe geimpft werden.

In der ersten Phase der Impfungen mit höchster Priorität wird die Impfberechtigung in der Regel über das Alter des Impfwilligen (Personalausweis) festgestellt, die berufliche Tätigkeit über einen Arbeitgebernachweis geprüft. Bei Bewohnern von Alten- und Pflegeheimen erfolgt der Nachweis über eine Bescheinigung der Einrichtung. Laut Impfverordnung benötigen Patienten mit Vorerkrankungen der Priorisierungsstufen zwei und drei ein ärztliches Attest, damit sie ihren Anspruch auf eine vorrangige Impfung nachweisen können.

Nach den Zulassungs-Studien der Hersteller sind lediglich Nebenwirkungen zu erwarten, wie sie auch bei einer Grippeimpfung gelegentlich auftreten. Dazu zählen Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schmerzen und/oder Rötungen an der Einstichstelle. Verspürt eine geimpfte Person stärkere Nebenwirkungen, so wird die Kontaktaufnahme mit dem Hausarzt empfohlen. Die Verträglichkeit des Impfstoffs wird außerdem auch nach der Zulassung weiter überprüft. Dafür setzt das PaulEhrlich-Institut (PEI) auf Meldungen von Herstellern, Ärzten und Patienten. So soll es eine Melde-App geben, über die Geimpfte an einer Beobachtungsstudie des PEI teilnehmen können.

Der Zugang zur Impfstelle darf nur bei Symptomfreiheit erfolgen. Bei verdächtiger Symptomatik kann ein neuer Termin über die Rufnummer 116 117 beantragt werden.

Es ist geschultes Personal der Hilfsorganisationen vor Ort. Kreis bzw. Kommune stellen sicher, dass ein Rettungswagen für akute Notfälle vor Ort vorgehalten wird oder eine alternative Notfallversorgung erfolgt. Zudem gibt es einen zusätzlichen Sanitätsbereich mit Behandlungsmöglichkeiten.

Für die Logistik der Impfstoffanlieferung ist das Land NRW zuständig. Der Impfstoff wird von einem Spediteur des Landes bei -70 Grad Celcius von einem zentralen Lager des Landes direkt an die Impfzentren geliefert und dort für die Verimpfung aufbereitet.

Falls Impfstoff am Impftag übrigbleibt, können auch die Einsatzkräfte geimpft werden. Leider ist das derzeit nicht grundsätzlich möglich.

Die Impfung in Krankenhäusern ist am 18. Januar gestartet. Verantwortlich für die Organisation der Impfungen sind die Kommunen.

Die KV Nordrhein informiert regelmäßig über ihre Webseiten coronaimpfung.nrwcoronavirus.nrw sowie kvno.de.

Fragen und Antworten rund um mobile Impfteams/Impfungen in Senioren- und Pflegeheimen

Bis zum 19. Januar wurden in Nordrhein an 23 Impftagen rund 144.000 Bewohnerinnen, Bewohner und Beschäftigte in 1.123 Senioren- und Pflegeheimen geimpft. Davon Zweitimpfungen: 89 Pflegeheime mit 13.000 Impfdosen.

Der Impfstart am 27. Dezember fand in 32 Pflege- und Senioreneinrichtungen in Nordrhein statt. Dafür wurden 180 Impfdosen pro Kreis bzw. kreisfreie Stadt zur Verfügung gestellt – zusammen also 4680 Impfdosen. Für die Priorisierung und Auswahl der Pflege- und Seniorenheime waren die Kommunen zuständig. Weitere Informationen zum Impfstart: Impfstart in NRW gelungen:

Das Robert Koch-Institut gibt für NRW die Zahl von 251.972 durchgeführten Impfungen an (Stichtag 20.01.). Davon haben bereits 16.053 Personen die zweite Impfunge erhalten. Das RKI veröffentlicht jeden Tag die gemeldeten Impfungen nach Bundesland und STIKO-Indikation: Digitales Impfquotenmonitoring des RKI.

Zum Impfstart erfolgte die Priorisierung der Pflege- und Seniorenheime über die Kommunen. Mittlerweile melden sich die Heime selbstständig gegenüber der KV „impfbereit“, wenn sie die Vorbereitungen abgeschlossen haben – dazu zählt etwa die Impfdokumentation (Aufklärung der Bewohner und Einwilligungserklärungen), Vorbereitung separater Räume für die Impfungen sowie für die Aufbereitung des Impfstoffes. Anschließend melden die Heime ihren Bedarf an Impfstoff der KVNO oder an so genannte Koordinierende Einheiten der Kommunen, die im Anschluss die Impfstoffbestellung beim NRW-Gesundheitsministerium vornehmen.

Die Terminierung von Impfterminen in Pflegeeinrichtungen laüft über ein OnlinePortal der KVNO, wenn die Einrichtung ihre Wunschtermine an die KV Nordrhein übermittelt oder im anderen Fall über so genannte Koordinierende Einheiten Kommunen.

Stationäre Pflegeeinrichtungen werden in der Regel durch so genannte Heimärzte (zumeist niedergelassene Haus- und Fachärzte) betreut, die die Bewohner regelmäßig aufsuchen. In den Fällen, in denen keine Heimärzte zur Verfügung stehen, können wir auf zahlreiche Ärzte aus den Freiwilligenregistern von KV Nordrhein und Ärztekammer Nordrhein zurückgreifen und werden diese dann bei Bedarf einplanen. Bislang haben sich rund 6.500 Ärztinnen und Ärzte, rund 1.270 Medizinische Fachangestellte sowie rund 70 Pharmazeutisch Technische Assistentinnen für die unterstützende Impftätigkeit eingetragen.

Vorerst nicht. Die Impfverordnung des Bundes sieht zunächst Schutzimpfungen mit höchster Priorität nur für Personen in stationären Einrichtungen zur Behandlung, Betreuung oder Pflege älterer oder pflegebedürftiger Menschen vor.

Impfungen in den stationären Pflegeeinrichtungen werden vorrangig durch so genannte Heimärzte vorgenommen (zumeist niedergelassene Haus- und Fachärzte). Diese Ärzte besuchen regelmäßig Patienten in den Einrichtungen und sind daher mit den Gegebenheiten vor Ort vertraut. Sie können sich bei der Impfung durch Medizinische Fachangestellte unterstützen lassen. Je nach Region und Gegebenheiten vor Ort werden wir als KV auch eng mit der örtlichen Feuerwehr oder anderen Organisationen zusammenarbeiten, um möglichst zügig alle Einrichtungen versorgen zu können.

Der erste zugelassene Impfstoff von Biontech/Pfizer muss bei -70 Grad Celcius aufbewahrt und vor der Verimpfung aufbereitet (konstituiert) werden. Einrichtungen wie Senioren- und Altenpflegeheime werden entsprechend dem gemeldeten Bedarf direkt durch einen vom Land NRW bestellten Spediteur mit den Impfdosen und dem Impfmaterial beliefert. Der Basisimpfstoff kommt in sogenannten „Vials“ an, Durchstechflaschen, die Impfstoff für fünf Dosen enthalten. Das Impfteam bereitet den Impfstoff direkt in der Einrichtung auf und macht ihn gebrauchsfertig.

Die Vials enthalten eine Impfstoffmenge, die auf fünf Impfungen ausgerichtet ist. Sie werden industrieseitig aber mit einer leichten Überfüllung ausgeliefert, damit auch wirklich fünf Dosen aus einer Durchstechflasche entnommen werden können. Bei sorgfältiger Entnahme mit dafür besonders geeigneten Kanülen können auch sechs Dosen aus dem Fünf-Dosen-Behältnis entnommen werden. Jede verabreichte Einzeldosis muss unbedingt 0,3 ml des Impfstoffs enthalten, um eine Unterdosierung sicher auszuschließen. Bei der Berechnung der Impfstoffmengen kalkuliert das NRW-Gesundheitsministerium mittlerweile mit 6 Dosen pro Vial.

Der gebrauchsfertige Impfstoff hält sich bei Kühlschranktemperatur rund eine Woche. Er kann zum Beispiel an das Impfteam oder weitere Beschäftigte und Bewohnerinnen und Bewohner verimpft werden, die sich ursprünglich nicht für eine Impfung entschieden hatten. Das ärztliche Personal ist gehalten, bei der Verwendung überzähliger Dosen die Priorisierungsvorgaben durch die Impfverordnung einzuhalten.

Für Menschen ab 80 Jahren, die in der eigenen Häuslichkeit wohnen, aber nicht mobil sind, gilt, dass eine Verimpfung nur durch ein mobiles Team bzw. einen entsprechenden Hausbesuch erfolgen kann. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass der entsprechende Impfstoff auch geeignet ist für aufsuchende Verimpfungen. Dies ist beim BionTech/Pfizer-Impfstoff nicht der Fall.

Wie bei anderen Impfungen auch wird entsprechendes Aufklärungsmaterial (Aufklärungsmerkblatt, Anamnesebogen/Einwilligungserklärung) zur Verfügung stehen. Es wird grundsätzlich die Möglichkeit zu einem Aufklärungsgespräch mit einem Arzt geben. Daran werden ggf. gesetzliche Betreuer beteiligt.

Für die ärztliche Tätigkeit in den Impfzentren und mobilen Teams greift die Staatshaftung des Landes, da die Ärzte als Verwaltungshelfer der Länder mit der Konsequenz der Staatshaftung i.S.v. Art. 34 GG tätig werden.

Wir gehen allgemein von einer hohen Impfbereitschaft der Heimbewohner und von deren Pflegekräften aus.

Die KV Nordrhein hat im Dezember alle Pflege- und Seniorenheime angeschrieben und über den Ablauf der Impfung informiert. Im Vorfeld der Impfung erhalten die Heime Unterlagen zur Impf-Aufklärung der Bewohner. Auch vorbereitende ArztPatienten-Gespräche sind möglich.

Die Distribution/Logistik des Impfstoffes obliegt dem Land NRW bzw. dem NRWGesundheitsministerium (MAGS). Für Informationen über besondere Anforderungen an die Spediteure wenden Sie sich bitte an das MAGS.

Die Heime müssen u. a. einen Ansprechpartner für die Impfungen benennen, geeignete Räumlichkeiten für die Aufbereitung des Impfstoffs und die Durchführung der Impfungen bereitstellen und die Impfdokumentation vorbereiten.

Wesentlich für die Zahl der erfolgten oder noch zu erfolgenden Impfungen ist nicht allein die einem Kreis oder einer kreisfreien Stadt zustehende Menge an Impfdosen – das ist eine rein rechnerische Größe. Entscheidend ist, wie viele Impfdosen von der KV Nordrhein oder den Koordinierenden Stellen der Kommunen beim NRWGesundheitsministerium zu einem bestimmten Termin und für ein bestimmtes Pflegeheim bestellt werden. Grundlage dafür sind die bei uns eingegangenen Meldungen und Vereinbarungen mit den Senioren- und Pflegeheimen vor Ort. Die Umsetzung der Impfung in den Heimen ist ein komplexer Prozess mit vielen Beteiligten und erfordert aufwändige Abstimmungen zwischen Kommunen/Koordinierenden Einheiten, den Einrichtungen sowie der KV Nordrhein. Die Impfstoffanforderungen beim Gesundheitsministerium auf Basis des von den einzelnen Heimen gemeldeten Bedarfs verlaufen innerhalb enger Fristen. Die erforderliche Menge an Impfstoff wird passgenau direkt in die Einrichtungen geliefert. Wenn eigentlich für eine Kommune zur Verfügung stehende Mengen nicht 9 umgehend an einzelne Pflegeheime ausgeliefert werden können, kann das daran liegen, dass die Heime selbst die organisatorischen Voraussetzungen zur Durchführung der Impfung noch nicht vollständig erfüllt haben. Für die Auslösung der Lieferung muss im Vorfeld definitiv geklärt sein, wie viele Menschen in welcher Einrichtung an welchem Tag geimpft werden können und wollen und das Impfteam einsatzbereit ist.

Nicht benötigte oder nicht abgerufene Mengen gehen den Städten und Gemeinden nicht verloren, sondern werden einfach weiter zentral gelagert und bei den nächsten Bestellungen ausgeliefert.

Die bislang 13.200 nach NRW gelieferten Dosen des Impfstoffs Moderna werden derzeit ausschließlich zur Impfung des Personals von Universitätskliniken eingesetzt.

Die Einrichtungen werden bis Ende Februar größtenteils durchgeimpft sein. Die mobilen Teams führen insgesamt drei Impfgänge durch: Erstimpfung, Zweitimpfung und Impfung von Personen, die die Erst- oder Zweitimpfung noch nicht erhalten haben.

Die KV Nordrhein informiert regelmäßig über ihre Webseiten coronaimpfung.nrwcoronavirus.nrw sowie kvno.de.

Im folgenden Film gibt Ihnen das Bundesministerium für Gesundheit einen Überblick über den Ablauf im Impfzentrum:
Engagiert für Gesundheit.Dabei sein!